Dienstag, 13. Dezember 2016

Phuket, 100 Baht und Kuala Lumpur


Phuket ist wohl eins der bekanntesten Reiseziele und gleichzeitig die größte Insel Thailands. Wir verbrachten die Tage in der Altstadt Phukets und waren über diese Entscheidung sehr froh, denn nach den vergangen Tagen auf der Insel und der angenehmen Stimmung und das eingestellte Gefühl von Sorglosigkeit, wäre uns ein Touriecke, von denen gibt es eine Menge auf Phuket, zu viel des Guten. Mit netten kleinen Läden und vielen Restaurants schlenderten wir den ersten Tag durch die Gegend ohne wirklich ein genaues Ziel zu haben. Genau das was wir brauchten. Aber um Phuket wirklich erkunden zu können, ging es schon wieder auf ein zweirädriges Gefährt und wir erkundeten die ganze Westküste, den Süden und die Mitte, gekennzeichnet mit dem Big Budda, der hoch auf einem Berg über Phuket thront. Wir sahen uns die bekanntesten Stränden der Insel an und auch die vielen Touristenorte auf der Suche nach einem netten Café, um bei einem kühlen Getränk zu entspannen. Wir wissen nicht ob es am Wetter lag, bewölkt und kleine vereinzelte Schauer, oder an unserer Zeit auf Surin, jedoch verfestigte sich sehr schnell eine kleine Ablehnung gegenüber Phuket. Denn wie der „Lonely Planet“ kurz beschrieben hat, ist Phuket ein tolles Reiseziel für Pauschaltouristen, die nicht darauf aus sind das richtige Thailand und ihr Bevölkerung kennen zu lernen.

Es ist 7:20 Uhr und wir stehen mit Gepäck vor dem Flughafengebäude und unser Flug nach Kuala Lumpur startet um 8 Uhr. Es ist auch noch Samstag und der Flughafen ist gefüllt mit tausenden Menschen, die schön hintereinander zum Einchecken, für die Passkontrolle und für die Sicherheitskontrolle anstehen. „Das war´s, Flug verpasst.“

Ringg ringg… 4:50 Uhr klingelt der erste Wecker und um 5 Uhr klingelt der zweite Wecker. Nach 15 Minuten ist alles gepackt und wir machen uns mit geputzten Zähnen auf dem Weg zum Busbahnhof, mit der Hoffnung vielleicht ein Taxi abzugreifen. „Wow, sind wir eingespielt und gut vorbereitet zu gleich!“ Unterwegs trafen wir noch ein Pärchen, dass auch zum Flughafen unterwegs war und mit denen wir uns sogar die Kosten für ein Taxi hätten teilen können. Hätten, … wenn ich nicht versucht hätte den Taxifahrer von 700 auf 600 Baht runterhandeln zu wollen. So liefen wir zum Busbahnhof weiter und waren überrascht, dass dort keine weiteren Taxis auf uns warteten. Wohl wissend, dass es knapp werden würde, entschieden wir uns für die günstige Variante Bus.  Es war kurz nach 6 Uhr, als der in die Jahre kommende Bus, mit dem noch mehr in die Jahre gekommenen Busfahrer, sich auf den Weg machte. Zwischendurch nahmen wir noch weitere Fahrgäste auf, was uns und unserem Zeitplan gar nicht passte. Dort wo andere Busse die vorgeschriebenen 50 oder 80 Stundenkilometer fuhren, waren wir damit beschäftigt herauszufinden, ob unser Bus einen dritten Gang besitzt. Über GoogleMaps verfolgten wir unsere Route und haben uns langsam damit abgefunden, dass wir tatsächlich unseren ersten Flug verpassen würden. Gepäckabgabe war um 7 Uhr, Boarding um 7:20 Uhr und der Flug geht um 8 Uhr. Mit der kleinen Hoffnung doch noch unseren Flug zu schaffen, sprangen wir aus dem Bus und sprinteten zum Terminal. „NUR INLANDSFLÜGE!“ … Scheiße…. also kurz orientiert… ab in den nächsten Bus zum Internationalen Terminal und da standen wir, es ist 7:20 Uhr. 

Dafür liebe ich Tina so sehr, denn dort wo alle die Hoffnung aufgegeben hätten, fühlt sich Tina erst herausgefordert. Also Beine in die Hand genommen und losgerannt. Bei jedem entschuldigt und einfach an allen vorbei zum Schalter, um unser Gepäck einzuchecken. Geschafft!  Es ging weiter zur Passkontrolle. Diese kostete uns weitere wichtige Minuten, denn Tina muss zurück zum Checkinnschalter, für die fehlende Immigrationcard. Wieder bei allen, seit Ewigkeiten anstehenden Touristen vorbei, unter Absperrungen durch und auf zur Sicherheitskontrolle, die zum Glück nicht so genau war. Am Gate 81 angekommen, steigen die ersten Passiere in den Bus zum Flieger. Zu unserem Flieger nach Kuala Lumpur. Es ist 7:39 Uhr und wir haben es tatsächlich geschafft. Wo die überholten Fluggäste für weitere Stunden anstehen müssen, haben wir die ganze Tortur in 19 Minuten erledigt. Danke Schatz.

Malaysia

Wenn im Hostel Modern Talking läuft und die Angestellte mitsingt, dann kann der Aufenthalt nur lustig und abenteuerlich zu gleich werden. Wir sind nämlich in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias und sind vom ersten Moment an begeistert. Ohne sagen zu können wie eine asiatische Großstadt zu sein hat, erfüllt KL viele unserer Vorstellungen. Laut, irgendwie unaufgeräumt, chaotisch, sehr modern, weltoffen und freundlich sind wohl die passendsten Adjektive um KL zu beschreiben. Wir besuchten die Masjid Negara Moschee, den alten Bahnhof, den modernen Teil mit den Petronas Towers, aßen gekauftes im Park und drängelten uns durch aufgebaute Märkte in „little India“ und „Chinatown“ wo sich auch unser Hostel befindet. Den Besuch in den Batu Höhlen darf ich natürlich nicht vergessen. Hinduistische Tempelanlagen, die sich in riesigen Kalksteinhöhlen befinden. Abends genossen wir vom Fernsehturm aus den Sonnenuntergang und die langsam erhellenden und später funkelnden Gebäude der Stadt. KL ist ein super Anfang unserer Reise durch Malaysia. Nächster Halt Melaka. 



Montag, 5. Dezember 2016

Meer sehen

Die ersten Zeilen dieses Beitrages gehen an Suk Ki, unsere herzliche, immer gut gelaunte und unheimlich hilfsbereite Gastgeberin im Yayei Homestay in Nam Tok. Sie hat dafür gesorgt, dass wir uns für die eine Nacht, die wir leider nur bei ihr waren, gefühlt haben, als wären wir Zuhause. Leckeres Essen, riesige Gastfreundschaft und ein sehr gemütliches Zimmer am Rand des Dschungels. Wir kommen auf jeden Fall irgendwann zurück!

Nach ein paar lustigen Abschiedsfotos ging es am Vormittag zum Bahnhof, denn wir hatten eine Mission. Mit dem Tourizug, der uns bereits am vorherigen Tag nach Nam Tok brachte, zurück bis Bangkok und dann mit dem Nachtzug bis an die Küste der Adamanen See. Die Zugfahrt war anstrengend und es ging in dem alten Zug recht langsam voran. So erreichten wir Bangkok bei Sonnenuntergang und konnten einen ersten Blick auf die Millionenmetropole erhaschen. Eine kurze Taxifahrt durch die Stadt, brachte uns zum Hauptbahnhof, von wo sich unser mobiles Bett für die folgenden 10 Stunden auf den Weg Richtung Surat thani machte. Als würde man in Berlin Döner in der S-Bahn essen, verspeisten wir genüsslich unser Chickencurry und kuschelten uns anschließend für eine Folge Tatort in die Kissen. Das Rattern des Nachtzuges hatte unseren asiatischen Nachbarn bereits in den Schlaf gewogen und er beehrte uns für die folgenden Stunden mit seinem Schnarchkonzert. Trotzdem fanden auch wir für ein paar Stunden in den Schlaf und waren am nächsten Morgen zumindest so fit, dass wir das Umsteigen in Surat thani vom Zug in den Bus, der uns nach Khao Lak brachte, meisterten. Auf den Weg dahin lernten wir Mina und Tibor kennen. Ein Pärchen aus Berlin. Wie es der Zufall so will, waren den beiden die Mitreisenden abgesprungen und wir nahmen das Angebot danken an, das bereits für 5 Personen gebuchte Hostelzimmer mit ihnen zu teilen. Nach einem gemeinsamen Rollerausflug zum Wasserfall am kommenden Tag, war schnell klar, dass die Chemie zwischen uns stimmt und wir die kommenden Tage zusammen verbringen. Obendrein hatten wir eine gemeinsame Mission – die Surin Islands. Einzelnen haben wir von diesem Paradies bereits berichtet, daher hier nur die Kurzversion:

Wer es schafft, den vielen, extrem überteuerten Tagestour Angeboten zu widerstehen, findet seinen Weg nach Kuraburi und zu einem Speedboot, was einen in ca 1 Stunde auf die Inseln bringt. Dort übernachtet man in einfachen Zelten und ist mittendrin im Paradies. Von dem türkiesblauen Wasser, waren wir bereits bei der Anreise überwältigt und nach den ersten Schritten auf dem weißen Sand, begriffen Mina und ich – wir haben es geschafft, Surin Islands Hallo. Die folgenden Tage verbrachten wir mit schnorcheln, Erkundungstouren durch den Dschungel, lästern über die Tagestouristen und ließen einfach die Seele baumeln. Wann auch immer ich mal eine Auszeit von der Welt brauchen sollte, hier her würde ich mich verkriechen. Aber da der schönste Ort der Welt auch bezahlt werden will und es auf der Insel zwar überraschenderweise Internet, aber keinen Geldautomaten gibt, war das Abenteuer nach 4 wunderschönen Tagen leider wieder vorbei. Unser Abschied von Surin bedeutete gleichzeitig den Abschied von Mina und Tibor, denn ihre Reise geht nach Kambodscha weiter. Wir hatten eine tolle Zeit mit Euch, wünschen Euch für eure Reise das aller Beste und freuen uns auf ein Wiedersehen in Berlin bei Döner Dach ;)


Uns führt die Reise in das 3 Stunden entfernte Phuket, wo wir uns den Sand aus den Rucksäcken kippen werden und uns, nach den Tagen auf der Isomatte, auf ein richtiges Bett freuen.


Mittwoch, 30. November 2016

kulinarisches

Es gibt Neues auf der kulinarischen Seite. Schaut rein und lasst euch inspirieren.

Freitag, 25. November 2016

Sukhothai, Kanchanaburi, Nam Tok

So, mit dieser Überschrift und den sich dahinter verbergenden Orten konnte ich am Anfang genauso wenig anfangen wie ihr jetzt. Wo liegen sie, wie kommt man dort hin und was bieten sie eigentlich? Wie Tina bereits berichtete, ging es von Chiang Mai mit dem Bus weiter und wir haben vergessen, wie in mehreren Reiseberichten vorher gelesen, uns für die Fahrt warm anzuziehen. Denn nach einer Weile sind, bei voll aufgedrehter Klimaanlage, Flip Flops, kurze Hose und T-Shirt die falsche Wahl.

Sukhothai – ist die Wiegestätte des thailändischen Königreiches und somit der Ursprung Thailands. Hier wurde vom ersten König die thailändische Schrift zum ersten Mal festgehalten und es entstand eine riesige Tempelstadt mit unzähligen und unterschiedlichen Tempeln. Untergebracht in Neu Sukhothai, in einem wirklich niedlichen Resort mit kleinen Bungalows und tollem Frühstück, fuhren wir mit dem städtischen Bus zur Tempelanlage (30 Baht) und liehen uns Fahrräder aus, um vieles sehen und erreichen zu können. Da wir fest damit gerechnet  haben für jeden Abschnitt der Tempelanlange bezahlen zu müssen, waren wir überrascht, dass wir am Eingang nur 20 Baht für unsere Räder bezahlen mussten und sonst überall durch gewunken wurden. Zum Sonnenuntergang ist der Park sehr zu empfehlen. Der Verlust unserer Kamera wurde uns bei manchen Motiven schmerzlich bewusst.



Kanchanaburi – wieder ein Ort, der in der Geschichte einen Daumenabdruck hinterlassen hat. Diese ist aber nicht so lange her und spielt im Zweiten Weltkrieg und handelt vom Brückenbau und der Bahntrasse von Bangkok nach Birma (heute Myanmar) über den Fluss Kwai. Vielen bekannt aus dem Hollywoodfilm - die Brücke am Kwai. Die rekonstruierte Brücke ist natürlich der Publikumsmagnet Nummer eins und auf jeden Fall einen Besuch wert. Im Museum erfuhren wir, wie die Japaner den Brückenbau skrupellos vorantrieben, ohne Rücksicht auf die Gefangenen und deren grausame Unterbringung im Dschungel Thailands. Der Besuch des Nachtmarktes füllte am letzten Abend unsere Mägen und mit kaltem Bier und leckeren Longdrings, die wir bei Livemusik in einer Raggaebar genossen, rundeten  wir unseren Besuch in Kanchanaburi ab.




Nam Tok – Dieses kleine Nest erreichten wir mit dem historischen Zug, der täglich von Bangkok bis nach Nam Tok fährt und für jeden Reisenden, egal welche Strecke er fährt, nur 100 Baht kostet (ca. 2,50€). Wir bestiegen den ersten Zug um 6:15 Uhr und nahmen auf unseren Holzbänken Platz, schoben die Fensterläden runter, genossen den Ausblick und die frische Luft. Die Fahrt verlief entlang der alten Bahnstreckstrecke, führte uns über die Brücke am Kwai, durch Regenwälder und vorbei an kleinen niedlichen Bahnhöfen. Unser eigentliches Ziel war der Erawan Nationalpark und die bekannten terrassenartigen Erawan Wasserfällen. Sehr spektakulär und wunderschön anzuschauen. Wir gönnten uns ein Bad in mehreren Becken und ließen uns von kleinen Fischen an den Füßen knabbern. Für ca. 3 Sekunden und dann war uns das unangenehm und kitzlig zu gleich. Nur wurde der Ausflug von unserer Rollertour zum Park getoppt. Tina, als erfahrene Fahrerin stieg auf unser rosa Schmuckstück und fuhr uns mit einem Grinsen im Gesicht, sicher zu jedem Ziel. 


Freitag, 18. November 2016

Buddah, Laternen und glückliche Elefanten

Verschlafen nahmen wir Abschied von Bali, denn bereits 8 Uhr morgens saßen wir im Flugzeug auf dem Weg in ein neues Abenteuer, Thailand.

Als wir am späten Nachmittag in unserer niedlichen Unterkunft in Chiang Mai ankamen, fiel uns eines direkt auf - die Ruhe. Kein Hupen, kein "Taxi Taxi", kein "cheep price for you my friend". So entspannt und nur für uns 2, machten wir uns zu unserem ersten Rundgang auf. Chiang Mai hatte besonders in diesen Tagen viel zu bieten, denn das Loi Kraton, das thailändischen Lichterfest stand an. Auf uns wartete erst einmal eine kleine Stärkung auf dem Markt, von deren feuriger Wirkung wir uns mit einem Mangosaft erholten. Anschließend besichtigten wir den ersten Tempel und sahen den Mönchen bei ihrer Zeremonie zu. Schon von weitem erblickte ich immer mehr Laternen, die gen Himmel stiegen. Und da dies der Grund war, warum ich gerade Chiang Mai während des Lichterfestes besuchen wollte, hielt mich nichts mehr bei den Mönchen und wir bahnten uns unseren Weg durch die vielen Menschen in Richtung des Flusses. Unterwegs stoppten wir, um ein paar Einheimischen bei der Herstellung der kleinen Schiffchen zu zu sehen, die mit einer brennenden Kerze und allen bösen Gedanken, von denen man sich lösen möchte, den Fluss hinab getrieben werden und erstanden eben solches. Auf der Brücke und Mitten im Geschehen angekommen, bestaunen wir die großen Papierlaternen, die hier zu hunderten mit teils waghalsigen Manövern, vorbei an Köpfen, Kameras und Stromleitungen in den Himmel stiegen. Wir setzten unser kleines Schiffchen mit den letzten Rupien, ein paar Haaren und einem Stück Fingernagel, ganz der Tradition entsprechend, auf dem Fluß und ließen letzte böse Gedanken, vielleicht an unseren Kameradieb, mit ihm ziehen. Zeit nach vorn zu schauen.

Am nächsten Tag warteten ein paar Tempel und ein Rundgang durch die Altstadt auf uns. Nebenbei kümmerten wir uns um unsere Weiterfahrt per Fernbus nach Sukhothai und buchten einen Ausflug zu einem Elefanten Camp für den letzten Tag. Da uns die Füße vom vielen laufen schmerzten, entschieden wir uns am Folgetag für Fahrräder und waren so fix und mobil unterwegs. Eine witzige Abwechslung zu den stickigen Straße und unzähligen Tempeln bildet das Art of Paradise. Ein sehr interaktives Museum, was die Kamera meines Handys zum glühen brachte. Hier sagen Bilder einfach mehr als Worte:



Natürlich waren auch heute noch ein paar Tempel an der Reihe. Euch mit Namen zu langweilen, ersparen wir uns an dieser Stelle. Zusammengefasst bestehen die Tempelanlagen in Thailand aus mehreren Häusern, die prunkvoll verziert und teils aus Holz oder Gold sind. Darin befinden sich oft gleich mehrere Buddah Statuen und überall kann man seine Spenden für die Mönche hinterlassen. Diese dürfen keinem Beruf nachgehen und sind somit ganz auf die Unterstützung der Gläubigen angewiesen.

Uns zog es, nach einem wiederholt köstlichen Essen auf dem Nachtmarkt relativ früh ins Bett. Denn 5.30 Uhr klingelte der Wecker und wir machten uns auf zu unserem letzten Ausflug, bevor wir Chiang Mai am Nachmittag verlassen. Into the Wild hieß das Ziel. Und wir waren nach 1.5 Stunden abenteuerlicher Fahrt auf der harten Sitzbank des Taxi Transporters auch wirklich Into the Wild, nämlich mitten im Thailändischen Dschungel. Nach einem kurzen Fußmarsch begrüßte uns der erste Gastgeber des Tages, ein kleiner Elefant. Wir erlebten in den folgenden Stunden, wie viel Zuckerrohr die Dickhäuter täglich verdrücken, beschmissen sie und unsere Abendteuermitglieder mit Matsch und badeten uns anschliesend gemeinsam den Dreck von der Haut. Glücklich, so viel Zeit ganz nah bei diesen liebenswerten Tieren verbracht zu haben, machten wir uns auf den Rückweg, schnürten unsere Rucksäcke und setzen nun unsere Reise durch Thailand fort. Der Bus startete pünktlich um 17.30. Zu unserer Überraschung übertrifft der Komfort weit den, den wir auf unseren letzten Holzklasseflügen hatten. Und so lehnen wir uns entspannt zurück und lassen uns durch die untergehende Sonne unserem nächsten Ziel entgegen fahren. Sukhothai mit seinen uralten Tempelanlagen und Ruinen wartet auf uns.        



Dienstag, 15. November 2016

auf wiedersehen Bali

Es sind die letzten Tage in Bali angebrochen und wir befinden uns wieder in gewohnter Umgebung. Kuta, belebt, laut und gesegnet mit einen ewig langen Strand, zum Sonnen, zum Baden und zum Surfen. Die Wellen kommen in regelmäßigen Abständen und wer sich nicht an die größeren Wellen traut, der nimmt die kleineren, die gebrochen Richtung Strand unterwegs sind, aber immer noch genug Kraft besitzen, um mitgenommen zu werden. Das flache Wasser lädt zum üben und Spaß haben ein. Denn das ist worum es geht, der Spaß und sich zu freuen, wenn auch Andere es packen aufs Brett zu steigen. Mit einigen Tipps von Stefan und Jule wurde ich immer besser, mein Softboard immer kleiner und mein Salzwasserhaushalt in Nase und Ohr immer größer.

Aber um zu sehen, wie es richtig geht sind wir nach Uluwatu gefahren, eine bergige und bei  Surfern sehr beliebte Gegend, am Südzipfel von Bali. Zuerst statteten wir den Uluwatu Tempel einen Besuch ab, der an einer Steilküste gelegen, einen unglaublich schönen Ausblick gewährte und bei einem netten Rundweg viele Fotomotive anbot. Aber mein großer Wunsch und eigentlich unser aller war es am Blue Point den Profi-Surfern zuzuschauen. Ein absurder Ort. Angekommen, verrieten die ersten Shop´s, dass es hier nur ums Surfen geht und die vielen Bars mit Balkon laden dazu ein, den Könnern bei ihren mutigen Manövern  zuzuschauen. Aber damit auch viele zuschauen können, wurden duzende Bars, natürlich alle mit Aussicht zum Meer, Surferläden und Shops terrassengleich in den Fels eingearbeitet. Auf mehreren Treppen und zwischen kleinen Gassen ging es zum Strand runter, der eingeschlossen von Kalksteinfelsen nicht viel Platz für Touristen und Surfer bot. Durch eine Höhle, die nur bei Ebbe passierbar ist, geht es für die Surfer zu einem versteckten Strand und von dort aus zu den großen Wellen. Es wäre ohne die hunderten von Touristen und die unzähligen Bars, ein fast magischer Ort. Schwierig so einen Platz vor der Öffentlichkeit geheim zu halten, nahmen wir Platz und genossen die Show.

Wie mir auffällt, muss ich mal wieder etwas auf der kulinarischen Seite verfassen, denn das Essen hier ist sehr gut. Auch wenn nichts Außergewöhnliches dabei war, war vieles frisch zubereitet, scharf, gesund und wir alle haben das Gefühl in den Tagen auf Bali abgenommen zu haben. Also war noch Platz für einen Kuchen, der irgendwie an einen Pancake erinnert, da er nur in einer Pfanne mit Deckel zubereitet wurde. Süßer Teig, Bananen, süße Kondensmilch und Schokolade. Resultat war eine luftige und äußerst leckere, süße Sünde.

Am vorletzten Tag von Jule und Stefan besuchten wir noch den bekanntesten Tempel von Bali, Tanah Lot, der sich auf einer kleinen Felseninsel befindet und gerade während des Sonnenuntergangs viele Zuschauer anzieht. Verständlich, denn der Anblick ist wunderschön. Auf der Strandwanderung zum Tempel entdeckten wir einen tollen Ort für unseren nächsten Urlaub auf Bali. Canggu. Tolle Läden, coole Leute und gute Wellen.

So langsam hieß es für uns alle Sachen packen, denn am folgenden Tag ging es für die beiden zurück nach Berlin und für uns in eine neue Unterkunft, da uns noch 2 Tage blieben. Es hieß aussortieren, aussortieren und aussortieren. Dinge, die wir nicht mehr für unsere weitere Reise in warmen Gefilden brauchen und zusätzlich noch gekauft haben, kamen auf einem Stapel und dann ins Gepäck von Jule und Stefan. Mit schlechtem Gewissen aber vorher angekündigt, sind wir den beiden unglaublich dankbar, dass sie uns eine riesen Last² abgenommen haben. Ihr seid der Hammer! ( von 20 Kg auf 14,1 Kg)

Jetzt ist unser letzter Tag angebrochen und ich liege hier im Bett und versuche mir die letzten Tage nochmals in Erinnerung zu rufen. Wir waren jetzt 16 Tage hier und 12 davon mit Jule und Stefan. Wir waren in 5 verschiedenen Unterkünften, haben auf zwei verschiedenen Inseln gewohnt, waren Surfen, Schnorcheln, die Mädels waren zweimal beim Yoga und haben sich die müden Muskeln massieren lassen, es wurden Mitbringsel gekauft und wir haben viele Tempel besucht. Die Zeit, die wir zusammen verbracht haben, kam mir angenehm lang vor und nie kam das Gefühl auf, dass wir uns zu viel vorgenommen hätten.

Leider ist uns an unserem vorletzten Tag unsere geliebte Kamera aus dem Zimmer geklaut worden, also seid uns nicht böse, wenn die nächsten Beiträge nicht mehr so bildgewaltig werden, wie die Letzten. Ich hoffe, dass das niemanden abschreckt Bali zu besuchen. Denn es geht uns gut und wir freuen uns riesig auf die nächsten 2 Monate. Es warten Thailand, Malaysia und Singapur auf uns.






Montag, 14. November 2016

Von Insel zu Insel

Hallo liebe Leser dieses unterhaltsamen und bildgewaltigen Reisetagebuchs. Mit freundlicher Genehmigung darf ich heute einen kleinen Teil zu den Aufzeichnungen von Markus und Tina beitragen, genauer gesagt zu unserem gemeinsamen viertägigen Aufenthalt auf der schönen Insel Nusa Lembongan. Der uns vertraute und im vorherigen Eintrag bereits erwähnte Fahrer Ketut (der Name ist auf Bali übrigens so geläufig wie bspw. in Deutschland der Nachname Müller) brachte uns zum Fährhafen nach Sanur, von wo wir mit dem Schnellboot von einer Insel zur nächsten übersetzten. Nach ordentlichem Wellengang ging es anschließend weiter über ausgebeulte Straßen und hügelige Landschaften zu unserer kleinen Oase, den Pamedal Beach Bungalows. Für 2 Personen ausgestattete nebeneinander aufgestellte Holzhütten ca. 100 m entfernt vom blauen Meer und dazwischen ein Pool mit Ausblick über den weißen Sandstrand. Willkommen im Urlaub vom Urlaub! 

Nach dem Einchecken erkundeten wir die nähere Umgebung zu Fuß, suchten uns preiswerte Warungs für die nächsten Abendessen und buchten bereits einen Schnorchelausflug für den nächsten Morgen. Insgesamt ist die Insel übrigens in etwa so groß, dass man sie an einem Tag entspannt mit dem Fahrrad umrunden kann
.
So ging es Freitagfrüh bereits um 8:15 Uhr mit einem kleinen Boot zu einer noch wackeligeren Fahrt zum ersten Schnorchel-Spot - dem Manta-Point vor der Nachbarinsel Nusa Penida. Was wir dort erleben sollten, hatten wir wohl alle nicht erwartet. Kaum kam das Boot zum Stehen riefen die Guides bereits "Manta" und schwungvoll stürzten wir uns in die Fluten. Umgeben von bis zu 5 riesigen Manta-Rochen gleichzeitig schnorchelten wir in kristallklarem Wasser - ein absolut beeindruckendes Erlebnis. Anschließend folgten 2 weitere Spots mit großen farbenfrohen Korallen und kleinen neugierigen Fischen, die ebenfalls viel Spaß gemacht haben. Zum Glück hatten sich hier auch die Wellen ein wenig beruhigt, so dass wir unser Frühstück (meistens gab es dicke Bananen-Schoko-Pancakes) für uns behalten konnten. Und zum Glück sind wir diesem Kollegen nicht zu nah gekommen, obwohl wir ihm mehr als einmal begegnet sind.

Abgesehen vom Tauchen und Schnorcheln bietet die Insel außerdem ein paar nette Riffs mit konstant brechenden Wellen zum Surfen, felsige Klippen, Mangrovenwälder, Yoga-Studios, wo Tina und Jule 2 Kurse besuchten und generell zurückgelehnte und entspannte Strandatmosphäre, wo man es super ein paar Tage aushalten kann. An dieser Stelle verzichte ich auch auf den sozialkritischen Beitrag über die Probleme der Müllbeseitigung, die Verschmutzung der Meere und die generelle Abhängigkeit vom Tourismus in Bali, denn das würde dem positiven Eindruck, den ich vermitteln möchte, nicht gerecht werden. Vollständig ausblenden kann man es allerdings leider nicht.

Der Reiseführer beschreibt die Inselgruppe Nusa Penida, Lembongan und Ceningan übrigens als den Ort, wie sich viele Besucher Bali vorstellen. Abseits der Touristenmassen von Kuta und Umgebung. Wir können das definitiv bestätigen und werden bestimmt mal wiederkommen. Terima Kasih.


danke Stefan