Die letzten Tage vergingen wie im Flug. Von Cooperstown ging es durch den Staat New York auf direktem Weg zu den Niagara Fällen. Da uns bereits der erste Hostelbesitzer wenig Hoffnung machte an einem Samstag, ohne Reservierung, an den Niagara Fällen ein Zimmer zu finden, entschieden wir uns nur einen "Tagesausflug" daraus zu machen und am Abend noch aus der Stadt in Richtung Süden zu fahren.
Die Niagarafälle sind sehr beeindruckend wobei die Las-Vegas-ähnliche Umgebung das Bild der wilden Natur doch ziemlich stört. Davon ließen wir uns aber nicht abschrecken und wagten den Fußweg über die Brücke auf die kanadische Seite. Der schon fast klischeehaft bärtige Kanadier war von unser Antwort, dass wir erst in 7 Monaten zurück nach Deutschland reisen, leicht irritiert, drückte uns dann aber den Stempel in unseren Pass - willkommen in Kanada.
Über die Übernachtung auf dem Rückweg brauchen wir nicht sprechen. Nur 2 Dinge: übernachtet niemals in einem Motel namens Blue Falls, wenn es ausgeschlossen ist, dass es tatsächlich Wasserfälle in der Nähe gibt! Wir beide hoffen, dass es die schlimmste Nacht auf unserer Reise bleibt.
Entschädigt hat der nächste Tag. Auf dem Rückweg nach New York City lag der Letchworth State Park, der auch als der Grand Canyon des Ostens bekannt ist. An seinem Rand betreibt Karen ein kleines Bed and Breakfast, die Bottle Tree Farm. Nach der Wanderung entlang der Wasserfälle des Canyons, genossen wir den heißen Sommerabend bei einer Pizza auf dem Balkon von Carens Haus, lauschten den Vögeln, beobachteten blinkende Junikäfer und schliefen glückselig in dem kitschigen Bett ein.
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