Nachdem wir Hobbiton verlassen haben und Markus sich wieder
die Haare von den Hobbitfüßen rasiert hatte, ging es weiter zur Glowworm Cave
nach Waitomo. Nur eine Stunde von Matamata entfernt, erwartete uns eine ganz
andere Welt. Ein kleiner Fluss, der Dank des vielen Regens bereits über seine
Ufer getreten ist und eine felsige Schlucht, die uns den Eingang zu der Höhle
weißt, in der die Glühwürmchen leben.
In der beeindruckend hohen Kathedrale der Tropfsteinhöhle
testeten wir die hervorragende Akustik bei einem Ständchen „We wish you a Merry
Christmas“. Bei Temperaturen um 5 Grad fühlte sich Weihnachten auf einmal ganz
nah an. Um die heimelige Stimmung noch zu verstärken, stiegen wir weiter in
die Tiefe der Höhle hinab, bis wir am unterirdischen See angelangt waren. Was
dann folgte, ist mit Worten kaum zu beschreiben. In unserem Kahn glitten wir
wortlos und mit offenen Mündern unter tausenden, blau leuchtenden Glühwürmchen
hinweg. Ein Anblick, als wäre die Milchstraße auf einmal zum Greifen nah. Verzaubert
von diesem schönen Erlebnis stiegen wir am späten Nachmittag wieder in unseren
Happy und machten uns auf den Weg nach Rotorua.
Rotorua hat seinen Spitznamen „Rottenrua“ nicht von
ungefähr. Die gesamte Stadt befindet sich auf einer dünnen, an vielen Stellen
sehr zerbrechlichen Oberfläche. Darunter befinden sich heiße und sehr
geruchsintensive Quellen. Kurzum es stinkt. Ein unwirklicher Anblick, wenn es an allen Ecken
blubbert und dampft.
Sehr beeindruckend war der Besuch in
Tewhakarewarewatangoateopetauaawahiao, einem der wenigen bewohnten Maori
Dörfer, die für Touristen zugänglich sind. Gekocht wird einfach in heißen Öfen,
die in die Erde eingelassen wurden. Die Hitze kommt durch die Wärme der heißen
Quellen. Ebenso beläuft es sich mit dem Bad und bis zur Erfindung der
Waschmaschine auch mit dem Wäsche waschen. Auch, wenn es mittlerweile alle
modernen Annehmlichkeiten in diesem Dorf gibt, ist die Verbundenheit und die
tiefe Wertschätzung der Natur ein Teil des Alltags der Dorfbewohner und etwas,
was mich sehr beeindruckt hat.



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