"Wärmstens" steht in dem Falle allerdings nicht für die Temperaturen im Winter. Die lagen in den Nächten bei frösteligen 0 Grad. Zum Glück hatten wir die Sonne auf unserer Seite und so hieß unser erstes Ziel nach Rotorua dann Aratiatia Rapits. Diese Stromschnellen haben sich bereits die mutigen Zwerge aus "Der Hobbit" in Fässern hinuntergestürzt. Unwissend, aber mit einem spitzen Timing wurden auch gerade die Schleusen geöffnet, als wir ankamen und so war in den Stromschnellen einiges los. Ein schöner Wanderweg entlang des Waikato Rivers führte uns stromaufwärts zu den Huka Falls. Mit gerade mal 9 Metern kein besonders hoher Wasserfall. Beeindruckend ist schlichtweg die Masse an Wasser, die mit 200.000 Litern pro Sekunde durch diese Enge hindurch schießt. Auf dem Weg zu unserem Nachtquartier in Taupo bekamen wir die 3 schneebedeckten Vulkane des Tongariro Nationalparks das erste Mal zu sehen. Ein beeindruckender Anblick, der uns für die kommenden 2 Tage, Dank super Wetter, erhalten blieb.
Wie ich eingangs schrieb, hat die Region um den Lake Taupo einiges zu bieten und die "Touri Maschinerie" rollt prächtig! Rundflüge mit Helikopter oder Wasserflugzeug, Kanu Touren, Bootsfahrten, Tauchgänge, geführte Wanderungen, Jet-Boot fahren, Fallschirmspringen und und und. Man scheint sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu befinden, es braucht nur das nötige Kleingeld. Wir entschieden uns für die kostenfreien Varianten, was uns in den kommenden Tagen 2 schöne Wanderungen im Tongariro Nationalpark bescherte. Man mag streiten, ob Winter die richtige Jahreszeit für Neuseeland ist, aber wenn man sich auf der Wanderung zum Mt Ngauruhoe, besser bekannt als der Schicksalsberg aus "Herr der Ringe" befindet und unterwegs nur einer handvoll Menschen begegnet, wo sich im Sommer täglich Tausende tummeln, sind zumindest wir beide uns einig, dass es die perfekte Jahreszeit ist, um dieses schöne Land zu erkunden.
Zurück in Taupo genossen wir zum 2. Mal den Luxus eines kostenfreien Bades in den heißen Quellen der Stadt und Markus beendete die spannenden Tage hier mit einem beherzten Sprung in den eiskalten Waikato River. Ich habe gekniffen.


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