Moloch so nennen die Neuseeländer Auckland sträflich und nein, das können wir wirklich nicht bestätigen. Für alle, die schon ein bisschen in der Welt herum gereist sind. Auckland ist wie eine kleine Prise aus New York, San Francisco und Friedrichshain. Unser wirklich schönes Hostel lag im "Stadtteil" Ponsonby. Man muss dazu allerdings wissen, dass in Auckland alles fußläufig zu erreichen ist, wenn man das Auf und Ab der hügeligen Straßen nicht scheut. Stadtteilchen würde es daher besser treffen.
Ponsonby jedenfalls ist ein wirklich hipper und quirliger Teil Aucklands und Berlin muss wirklich ranklotzen, um auf der Liste der coolen Städte nicht den Anschluss zu verlieren. Viele kleine Cafés, Restaurants und Shops schmücken die Straßen und jedes Geschäft scheint das Nächste an kreativer Deko, gemütlicher Hinterhöfe und freundlicher Mitarbeiter übertreffen zu wollen. Nach einer Woche Zivilisationsabstinenz also genau das Richtige für uns.
Neben gemütlichen Stadtbummeln mit leckerem Kaffee in der Hand, haben wir aber auch ein paar Touri Must-do's erledigt. Der Besuch auf dem Sky Tower war jeden Cent wert. Man hat einen fantastischen Blick über die schöne Stadt, den Golf und die vielen Inseln, die vor Auckland liegen. Der Gang über den Glasboden erfordert etwas Mut, wurde von uns aber auch mit Bravur gemeistert.
Eine der Inseln vor Auckland ist Rangitoto. Ein Vulkan, der erst vor 600 Jahren entstand und in einem kurzen Trip mit der Fähre zu erreichen ist. Der Ausblick vom Kraterrand Richtung Auckland war wunderbar und die Wanderung entlang der erloschenen Lavaströme ein guter Ausgleich zu den Gassen und Straßen der Innenstadt.
Wir haben die Tage in dieser schönen und abwechslungsreichen Stadt wirklich genossen und sind nun heiß darauf endlich unseren Happy Camper in die Arme zu schließen, der für die kommenden 2 Monate zu unserem rollenden Zuhause wird.
Fast hätte ich es vergessen. Ein paar von Euch kennen meine Vorliebe für Türen an denen man klopfen muss, um herein gelassen zu werden. Der Tipp der netten Schuhverkäuferin (was, wer hat sich denn hier neue Schuhe gekauft) war also genau nach meinem Geschmack. An unserem letzten Abend ging es ins "Lucky Lucky" einem Popup Restaurant in einer dunklen Seitengasse. Nur die Rote Tür und der nette Türsteher verrieten, dass sich in der ersten Etage des Fabrikgebäudes überhaupt etwas verbergen kann. Bei leckeren Cocktails und ausgezeichneten Dumplings feierten wir meine neuen Schuhe, die Tage in Auckland und das Leben.
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