Es fühlt sich merkwürdig an, am Morgen mit dem Boot an der
Westküste Neuseelands entlang zu schippern und am frühen Abend auf einem
schönen Campingplatz im Osten des Landes zu stehen. An einem Tag sieht man die
Sonne im Milford Sound untergehen und am nächsten Morgen steigt sie vor einem
im Pazifik auf.
Mit einem guten Tipp einer deutschen Angestellten, die Brot
und Weihnachten vermisst, gingen wir zum historischen Bahnhof von Dunedin. Bei
guter Live Musik, gutem Kaffee und leckerem Müsli konnte unser Morgen nicht
besser beginnen. Wir waren mal wieder auf einem Markt unterwegs und diesmal
gleich zum Frühstücken. Den Tipp in die Tat umgesetzt, liefen wir mit vollen
Taschen und unglaublich leckeren Birnen-Mandelkuchen und Schokoladenkuchen mit
Schokofudgetopping zu unserem Camper zurück.
Wie ihr an den vielen Einträgen, die dicht hintereinander
online gestellt wurden, bemerkt, gab es mal wieder Internet. Bei Kaffee und
Kuchen nahmen wir uns die Zeit, euch von unserer Reise zu berichten. Ja es gibt
auch mal Tage, an denen wir nicht wandern, im Boot unterwegs sind oder quer
durchs Land fahren. An diesen Tagen sitzen wir mit unseren Campingstühlen vor
Happy, unsere Decken, unser Bettzeug und die nassen Handtücher hängen bei
Sonnenschein über den Autotüren und auf Bänken des Campingplatzes verteilt, um
durchzulüften. Vieles in Neuseeland ist schön gelegen, so auch unser
Campingplatz und die Stadt selbst. Nur durch einen kleinen Spaziergang
getrennt, befanden wir uns am Strand und waren über den schönen Sand, die
vielen Leute und über die Surfer im Wasser erstaunt. Hunde und Herrchen beim
Joggen, Jugendliche, die Rugby spielen, Kinder die die Dünen runterpurzeln und
mutige Mädels, die sich ins Wasser wagten, es gab allerhand zu sehen. Als
Universitätsstadt hat Dunedin natürlich noch mehr zu bieten. Mit einem Plan
über die Streetart-Kunstwerke der Stadt bewaffnet, liefen wir zielstrebig durch
die Straßen und waren erstaunt über die einfallsreichen und oft riesigen
Zeichnungen internationaler Künstler an den Hauswänden.
Der Besuch der Halbinsel Otago Peninsula darf natürlich
nicht fehlen. An einer schönen Küstenstraße entlang ging es bis an die Spitze
der Halbinsel, um mit viel Glück Pinguine oder Albatrosse zu sehen. Aber um die
niedlichen kleinen Frackträger zu sehen, hätten wir bis zum Abend warten müssen
und alles andere kostet natürlich Geld. So entschieden wir uns am nächsten
Morgen einen kleinen Ausflug zum Sandfly Beach zu machen, um von einer riesigen
Sanddüne bereits die ersten Seelöwen ausfindig zu machen. Unten am Strand
angekommen, folgten wir den Ratschlägen der Ranger, den Tieren ihren Raum zu
lassen und sie nicht zu stören. Bei dieser Größe und der Masse der Seelöwen
fiel uns das nicht schwer. Wir hatten viel Glück und sahen sich streitende
Seelöwenmännchen, schlafende Seeleoparden und die uns bekannten Fellrobben.
Den Mount Cook Nationalpark als Etappenziel, legten wir noch
einen Stopp bei den Moeraki Boulders ein. Kugelförmige Steine, die verteilt am
Strand herumliegen. Skurril!
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