Donnerstag, 15. September 2016

bunt und verschlafen

Es fühlt sich merkwürdig an, am Morgen mit dem Boot an der Westküste Neuseelands entlang zu schippern und am frühen Abend auf einem schönen Campingplatz im Osten des Landes zu stehen. An einem Tag sieht man die Sonne im Milford Sound untergehen und am nächsten Morgen steigt sie vor einem im Pazifik auf.

Mit einem guten Tipp einer deutschen Angestellten, die Brot und Weihnachten vermisst, gingen wir zum historischen Bahnhof von Dunedin. Bei guter Live Musik, gutem Kaffee und leckerem Müsli konnte unser Morgen nicht besser beginnen. Wir waren mal wieder auf einem Markt unterwegs und diesmal gleich zum Frühstücken. Den Tipp in die Tat umgesetzt, liefen wir mit vollen Taschen und unglaublich leckeren Birnen-Mandelkuchen und Schokoladenkuchen mit Schokofudgetopping zu unserem Camper zurück.

Wie ihr an den vielen Einträgen, die dicht hintereinander online gestellt wurden, bemerkt, gab es mal wieder Internet. Bei Kaffee und Kuchen nahmen wir uns die Zeit, euch von unserer Reise zu berichten. Ja es gibt auch mal Tage, an denen wir nicht wandern, im Boot unterwegs sind oder quer durchs Land fahren. An diesen Tagen sitzen wir mit unseren Campingstühlen vor Happy, unsere Decken, unser Bettzeug und die nassen Handtücher hängen bei Sonnenschein über den Autotüren und auf Bänken des Campingplatzes verteilt, um durchzulüften. Vieles in Neuseeland ist schön gelegen, so auch unser Campingplatz und die Stadt selbst. Nur durch einen kleinen Spaziergang getrennt, befanden wir uns am Strand und waren über den schönen Sand, die vielen Leute und über die Surfer im Wasser erstaunt. Hunde und Herrchen beim Joggen, Jugendliche, die Rugby spielen, Kinder die die Dünen runterpurzeln und mutige Mädels, die sich ins Wasser wagten, es gab allerhand zu sehen. Als Universitätsstadt hat Dunedin natürlich noch mehr zu bieten. Mit einem Plan über die Streetart-Kunstwerke der Stadt bewaffnet, liefen wir zielstrebig durch die Straßen und waren erstaunt über die einfallsreichen und oft riesigen Zeichnungen internationaler Künstler an den Hauswänden.

Der Besuch der Halbinsel Otago Peninsula darf natürlich nicht fehlen. An einer schönen Küstenstraße entlang ging es bis an die Spitze der Halbinsel, um mit viel Glück Pinguine oder Albatrosse zu sehen. Aber um die niedlichen kleinen Frackträger zu sehen, hätten wir bis zum Abend warten müssen und alles andere kostet natürlich Geld. So entschieden wir uns am nächsten Morgen einen kleinen Ausflug zum Sandfly Beach zu machen, um von einer riesigen Sanddüne bereits die ersten Seelöwen ausfindig zu machen. Unten am Strand angekommen, folgten wir den Ratschlägen der Ranger, den Tieren ihren Raum zu lassen und sie nicht zu stören. Bei dieser Größe und der Masse der Seelöwen fiel uns das nicht schwer. Wir hatten viel Glück und sahen sich streitende Seelöwenmännchen, schlafende Seeleoparden und die uns bekannten Fellrobben.

Den Mount Cook Nationalpark als Etappenziel, legten wir noch einen Stopp bei den Moeraki Boulders ein. Kugelförmige Steine, die verteilt am Strand herumliegen. Skurril!



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