Da der letzte Beitrag recht lang geworden ist, hier nur ein kurzer Anschlusskommentar zum Milford Sound. Denn es gibt "nur" von einem Highlight zu berichten. Aber von Anfang an.
Nachdem wir bei eisigen Temperaturen und Schnee aus unserem Van gekrochen sind, behielt der Wetterbericht Recht und strahlender Sonnenschein empfing uns. Im Wettlauf mit den ersten asiatischen Touri Bussen ging es vorbei an den Mirror Lakes, dem Milford Sound entgegen. Wir entschieden uns auf halber Strecke eine Wanderung zum Lake Marian zu machen und die Bootstour durch den Fjord auf den nächsten Morgen zu verschieben. Der Sturm der letzte Tage hatte auf dem steil ansteigenden Wanderwege seine Spuren hinterlassen und so blieb es nicht aus, dass wir uns mal kurz im Dschungel verirrten. Der unberührte See mitten in den verschneiten Bergen bot ein wundervolles Bild. Ruhig und friedlich lag er da. Da links und rechts aber immer wieder Lawinen aus Schnee und Geröll abgingen, schlugen wir schnell den Rückweg ein.
Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich den Milford Sound und beglückwünschten uns zu unserer geänderten Tagesplanung. Da am Morgen am Visitorcenter ein Hang abgerutscht war, waren alle Touren für den Tag abgesagt wurden. So waren wir mit ein paar anderen Camper am kommenden Morgen die ersten an Bord und bereit den Fjord zu erkunden. Vor uns lagen hunderte Meter hohe Felsen, die fast senkrecht ins Wasser abfallen. Der Fjord ist an einigen Stellen 600 Meter tief und das Zuhause von unzähligen Tieren, darunter Pinguine, Robben und Delphine. Bereits nach ein paar Metern lenkte der Kapitän das Boot auf die andere Seite des Fjordes, denn er hatte etwas entdeckt. Und tatsächlich tummelten sich kurz darauf ein paar Delphine um unser Boot, bereit das Wettrennen mit uns über das Wasser zu beginnen. Völlig mühelos und mit kaum einer Bewegung schossen die schönen Tiere keine 2 Meter von uns entfernt vor dem Bug entlang. Wir alle klebten mit Kamera, GoPro und Handy bewaffnet an der Reling und jubelten ihnen zu. Noch ein paar Sprünge und die Beiden verabschiedeten sich wieder. Wir ließen wirklich nichts aus auf dieser Tour und konnten auch noch Robben und sogar einen Pinguin beobachten. Was für ein unvergessliches Erlebnis und wieder ein Ausflug, der zwar unseren Geldbeutel schrumpfen ließ, uns beide aber unendlich glücklich gemacht hat.
Mit diesen Eindrücken verabschieden wir uns endgültig von der Westküste Neuseelands. Unser neues Ziel: Dunedin.


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