Auch, wenn wir es in den vergangenen Wochen bei durchschnittlich 15 Grad manchmal vergessen haben, es ist Winter in Neuseeland. Und das bedeutet vor allem in den Orten Wanaka und Queenstown, mitten in den südlichen Alpen eins, Wintersport. Schmerzlich mussten wir Beide erleben, wie es ist, in Wanderhosen "nur" daneben zu stehen, während die coolen Boardertypen nach der letzten Abfahrt ihren Tag bei einem Bierchen in gesitteter Apreskistimmung ausklingen lassen. Aber Ausrüstung von Kopf bis Fuß zu übertriebenen Preisen zu leihen, um bei mäßigen Bedingungen ein bisschen Spaß auf der Piste zu haben, das stand dann doch in keinem Verhältnis. Und so zog es uns schnell aus dem Trubel, entlang des schönen Lake Wakatipu nach Glenorchy. Allerdings nicht ohne vorher in Queenstown den bisher besten Burger unseres Lebens zu essen. Tut uns leid Burgeramt.
In Glenorchy verfolgten wir eine Mission mit Speedfaktor. Mit nur 8 Leuten schmissen wir uns in Regenkutten und Schwimmwesten, um wenig später in einem Jetboot mit 80 Sachen über den Dartriver zu schießen. Ein Dauergrinsen brannte sich in mein Gesicht. Bei nur wenigen Zentimetern Wassertiefe kommt es einem vor, als würde man über das gletscherblaue Nass hinweg fliegen. Wir drangen tief in den Mount Aspiring National Park vor uns erfuhren von unserem Guide viel Interessantes über die Natur und die Maori. Ein Erlebnis, das man nur mit solch einer Tour erleben kann. Auf dem Rückweg mit dem Bus hielten wir in unberührter Natur, die schon für zahlreiche Filme als Kulisse diente. Wer hätte es gedacht, selbst die lila Milkakuh frisst ihr Gras in der Werbung nicht in den Schweizer Alpen.
Überglücklich nach so einem großartigen Tag, verbrachten wir noch einmal eine Nacht am Lake Wakatipu und wurden von einem Sturm mit Regen und Schnee ordentlich durchgeschüttelt. An Schlaf war nicht zu denken. Im Regen kamen wir am kommenden Tag an den Eingang zum Fjordland National Park an. Unser Ziel hieß Milford Sound, den wir am kommenden Tag mit der Prognose Sonnenschein erreichen wollen.
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