Die letzten Tage haben wir in Gisborne am Meer verbracht. Eine kleine Stadt, die sich im Sommer, Dank nahgelegener Surfspots, großer Beliebtheit erfreut. Jetzt sind die Straßen leerer und so konnten wir uns, nach dem Besuch des Farmersmarktes und des Museums, die Zeit nehmen, in dem alten Buchladen herum zu schmökern. Natürlich packt einen unterwegs die Lust von Reiseabenteuern zu lesen und so habe auch ich schon 2 Travel Bücher verschlungen. Als ich im Buchladen wieder vor dem Regal mit Ratgebern und Reiseabenteurbüchern stehen blieb, fiel mir die Wust an widersprüchlichen Leitsätze auf, die mir auch bereits in den gelesenen Büchern mit erhobenem Zeigefinger begegneten. "Reise, um bei dir selbst anzukommen", "Der Weg zum Glücklichsein", ein Regalbrett weiter "Vergiss Glück, auf Spaß kommt es an" und so weiter. In diesem Moment wurde mir klar, was das alles für ein Schwachsinn ist. Warum ich diese Reise mache? Sicher zum Teil, um eine Weitsicht zu bekommen, was für Möglichkeiten die Welt einem außerhalb eines Großraumbüro zu bieten hat. Aber wusste ich das schon vor 2 Jahren, als die Idee der Reise aufkam? Wohl kaum. Ich wollte einfach mal raus. Die Welt sehen und mich von Menschen und Natur begeistern lassen. Wenn ich mit der Reise mutiger und gelassener werde, umso besser. Aber ein Reiseleitfaden ist das bei weitem nicht. Es muss ja nicht alles immer einen tiefsinnigen Hintergrund haben. Manchmal darf es einfach nur schön sein, weil es eben schön ist. So wie unsere Reise bisher.
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